Katharina von Bora

Katharina fasst ihren Alltag so zusammen:

„Ich bin erstens Ackerbürgerin, zweitens Bäuerin, drittens Köchin, viertens Kuhmagd, fünftens Gärtnerin, sechstens Winzerin und Almosengeberin an alle Bettler in Wittenberg, siebentens aber bin ich die Doktorissa, die sich ihres berühmten Gatten würdig zeigen soll.“
Pabst, Luther und Bora

Abenteuerliche Flucht

Aber auch vor dicken Klostermauern macht die Reformation nicht Halt. Die Ideen und Schriften Martins erreichen auch die Nonnen im Kloster Nimbschen. Katharina findet, dass Martin recht hat, wenn er sagt, dass man sich nur freiwillig für ein Leben mit Gott entscheiden kann.

Katharinas Entscheidung steht darum fest. Mit einigen Mitschwestern möchte sie nach Wittenberg fliehen. Glaubt man der Geschichte, dann versteckt sich Katharina zusammen mit anderen Nonnen auf einem Planwagen in Fischfässern. Die Flucht gelingt und zunächst nimmt Martins Freund Lucas Cranach Katharina bei sich auf.

Nun hat Katharina zwar eine Herberge, braucht aber auch einen Mann, mit dem sie zusammenleben kann. Das war in der Zeit der Reformation so üblich. Für alleinstehende Frauen waren die Zeiten sehr gefährlich. Ein Mann bot hingegen Schutz und eine gesicherte Versorgung. Klick mal auf das Porträt, das Lucas Cranach von Katharina gemalt hat. Da erfährst du, wen Katharina geheiratet hat.

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