Helm und Waffen
Der bekannteste Eintreiber des Ablasses war der Dominikanermönch Johann Tetzel. Er versprach die Vergebung der allerschlimmsten Sünden, solange man nur tief genug in die Tasche griff. Von ihm stammt der Satz: „Sobald die Münz‘ im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“

Ablasstruhe

Nur Bares ist Wahres

Viele Menschen machten sich vor allem um ihre verstorbenen Verwandten große Sorgen. Keiner wusste, wie lange der Vater oder die Mutter schon Qualen im Fegefeuer erleiden musste. Aber es gab ja den Ablass! Weißt du, was ein Ablass ist?

Gegen Geld bot die Kirche den Menschen die Möglichkeit, die Zeit im Fegefeuer erheblich zu verkürzen. Die Verkürzung der Qualen im Fegefeuer, den Erlass von Sündenstrafen nannte man Ablass. Die Kirche profitierte von den Sorgen der Menschen und verkaufte sogenannte Ablassbriefe. Je mehr Angst die Menschen vor langen Qualen im Fegefeuer hatten, umso mehr zahlten sie auch für einen Ablassbrief. Und je mehr Menschen einen Ablassbrief erwarben, desto mehr Geld konnte die Kirche für große Bauprojekte verwenden.

Martin ist bestürzt, dass die Kirche mit der Angst der Menschen Geschäfte macht. War Gott wirklich so ein grausamer Gott? Läßt Gott sich bestechen?

Die Antwort auf die Fragen findet Martin in der Bibel. Willst du sie auch wissen? Dann klick mal auf den bärtigen Mann. Weißt du wer das ist? Das ist Kurfürst Friedrich der Weise, der die Universität in Wittenberg gegründet hat.

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