Helm und Waffen
Martin beschreibt seine Erkenntnis aus der Bibel so:
„Hier spürte ich, dass ich völlig neu geboren sei und dass ich durch die geöffneten Pforten in das Paradies selbst eingetreten sei, und da erschien mir von nun ab die Schrift in einem ganz anderen Licht.“

Gartenbild

Adel, Bauer, Bettelmann

Viele Menschen schöpfen neue Hoffnung und Mut, als sie von Martins Ideen hören, vor allem die Ärmsten der Armen. Das sind damals die Bauern. Sie hoffen auf Gerechtigkeit. Zwar haben die Bauern den größten Anteil an der Bevölkerung, im Prinzip sind sie aber völlig rechtlos.

Die Bauern müssen hohe Abgaben an den Adel und an die Geistlichkeit zahlen. Ihnen bleibt gerade bei Missernten nur sehr wenig zum Leben übrig. Als Leibeigene dürfen sie nicht heiraten, wen sie wollen. Sie dürfen nicht einfach umziehen und finden auch vor Gericht kein Gehör.

Die Bauern fühlen sich von Martins Worten aufgefordert, sich endlich von der Leibeigenschaft zu befreien. „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan“, hören sie von Martin.

Der meint mit Freiheit aber etwas ganz anderes: die Freiheit des Menschen, der von seinen Sünden erlöst wird. Martin meint nicht die Befreiung von der Leibeigenschaft. Deshalb sind die Bauern von Martin bitter enttäuscht, weil er die Bauern nicht unterstützt. Ihr Aufstand wird schließlich blutig niedergeschlagen.

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