Helm und Waffen
Martin beschreibt seine Erkenntnis aus der Bibel so:
„Hier spürte ich, dass ich völlig neu geboren sei und dass ich durch die geöffneten Pforten in das Paradies selbst eingetreten sei, und da erschien mir von nun ab die Schrift in einem ganz anderen Licht.“

Gartenbild

Martins Glaube

Eines Tages entdeckt Martin eine besondere Stelle in der Bibel. Er liest den Römerbrief und der wirft ein anderes Licht auf Gott.

Anders als es die Kirche damals sieht, ist für Martin Gott nicht ein Gott der Strafe, sondern der Liebe. Er straft die Menschen nicht für ihre Sünden. Schon gar nicht kann man sich die Liebe Gottes verdienen oder erarbeiten. Kein Ablassbrief, kein Priester, nicht einmal der Papst kann den Menschen von seinen Sünden befreien. Erlösen von den Sünden, denkt Martin, das kann nur Gott selbst. 

Natürlich muss sich jeder Mensch vor Gott einmal verantworten. Das weiß Martin. Jeder trägt Verantwortung für sich und seine Taten. Aber Gott ist gütig und nimmt jeden Menschen so an, wie er ist. Gott ist ein liebender Gott, kein strafender Gott. Das glaubt nun Martin ganz fest.

.